Wenn du vor der Frage stehst, welches Bett für dein Kind das richtige ist, bist du nicht allein. Solche Entscheidungen kommen oft in Verbindung mit einem Umzug, einem Wachstumsschub oder dem Wechsel vom Gitterbett. In jeder dieser Situationen gilt es abzuwägen. Es geht nicht nur um Größe. Es geht auch um passende Liegefläche, Sicherheit und Komfort.
Eltern und Betreuungspersonen wollen wissen, wann ein Wechsel sinnvoll ist. Sie wollen Maße verstehen. Sie wollen wissen, welche Sicherheitsmerkmale wichtig sind. Und sie wollen einschätzen, wie viel Platz das Kind tatsächlich braucht. Manchmal entscheidet das Raummaß. Manchmal die geplante Nutzungsdauer. Manchmal das Schlafverhalten des Kindes.
Dieser Artikel hilft dir, systematisch vorzugehen. Du erhältst praktische Kriterien zur Wahl der Bettgröße. Du lernst, welche Messwerte relevant sind. Du bekommst Hinweise zu Sicherheitsaspekten und zur Matratzenwahl. Am Ende kannst du eine fundierte Entscheidung treffen. Du weißt, welche Kompromisse akzeptabel sind und welche nicht. So findest du eine Lösung, die zu Größe, Alter und Schlafgewohnheiten deines Kindes passt.
Übersicht zu Bettgrößen und Bettarten für Kinder
Die richtige Bettgröße hängt von Alter, Körpergröße und Nutzungsdauer ab. Du willst ein Bett wählen, das Platz bietet und gleichzeitig sicher ist. In der Praxis spielen Raumgröße und Budget auch eine Rolle. Die folgende Tabelle gibt dir eine klare Orientierung. Sie vergleicht Standardmaße, Altersempfehlung, Vorteile, Nachteile und Hinweise zu Matratzen und Umbaumöglichkeiten.
| Größe (cm) | Altersempfehlung | Vorteile | Nachteile | Matratze und Umbau |
|---|---|---|---|---|
| 60 × 120 | 0–2 Jahre | Platzsparend. Gut für kleine Räume. Standard für Babybetten. | Schnell zu klein. Kurz nutzbar. | Feste, atmungsaktive Babymatratze. Einige Modelle sind als Beistellbett nutzbar. |
| 70 × 140 | 1,5–4 Jahre | Länger nutzbar als 60×120. Ideal beim Übergang vom Gitterbett. | Nicht ideal für sehr große Kinder. Begrenzte Dauer. | Standard-Kinderauflage. Manche Betten lassen sich zu kleineren Formen umbauen. |
| 80 × 160 | 3–7 Jahre | Mehr Bewegungsfreiheit. Gute Zwischenlösung. | Nicht überall als Standardmatratze erhältlich. | Achte auf passende Schaum- oder Kaltschaummatratzen. Auch mit Ausziehfunktion kombinierbar. |
| 90 × 200 | 7 Jahre bis Teenager | Volles Einzelbett. Langlebig. Standardgröße im Handel. | Braucht mehr Platz im Zimmer. | Viele Matratzenarten verfügbar. Gute Wahl, wenn das Kind länger das Bett nutzen soll. |
| 100 × 200 | Große Kinder und Jugendliche | Mehr Komfort. Gut für schlafaktive Kinder. | Benötigt deutlich mehr Platz. Höherer Preis. | Breitere Matratzen. Achte auf Lattenrost und Randstabilität. |
Kurze Zusammenfassung
Für Babys sind 60 × 120 und ähnliche Maße praxisgerecht. Beim Übergang vom Gitterbett ist 70 × 140 oft sinnvoll. Ab dem Schulalter ist 90 × 200 die langlebigste Wahl. Wähle die Matratze nach Festigkeit und Atmungsaktivität. Prüfe, ob sich das Bett umbauen oder ausziehen lässt. So vermeidest du zu schnelle Neuanschaffungen und stellst Sicherheit und Komfort sicher.
Für wen welche Bettgröße und Bettart passt
Die Wahl hängt vom Alter, vom Raum und vom Schlafverhalten ab. Hier findest du klare Empfehlungen für typische Familienprofile. Die Hinweise helfen dir, die richtige Kombination aus Liegefläche, Sicherheit und Nutzungsdauer zu wählen.
Kleinkinder und Übergang vom Gitterbett
Für Kleinkinder sind 60 × 120 oder 70 × 140 oft passend. Sie bieten genug Platz und sind platzsparend. Achte auf feste, atmungsaktive Matratzen und niedrige Einlagehöhen. Schutzgitter oder eine Bettumrandung sind wichtig, solange das Kind unruhig schläft. Betten mit Umbauoptionen sind praktisch. So bleibt das Bett länger nutzbar.
Aktive oder größere Kinder
Ab Vorschulalter ist eine größere Liegefläche sinnvoll. 80 × 160 kann eine gute Übergangslösung sein. Ab der Schulzeit ist 90 × 200 die langlebigste Wahl. Diese Größe bietet Komfort bis zur Jugend. Für besonders große oder bewegungsaktive Kinder sind 100 × 200 oder breitere Modelle eine Option.
Geschwister und geteilte Zimmer
Bei zwei Kindern im gleichen Zimmer sind Etagenbetten oder Hochbetten mit zwei Einzelmatratzen platzsparend. Achte auf ausreichende Kopffreiheit und stabile Konstruktion. Ausziehbetten oder Betten mit pull-out-Funktion sind gut, wenn du gelegentlich eine zusätzliche Schlafgelegenheit brauchst. Zwei separate 90er sind ideal, wenn der Raum es erlaubt.
Kleine Wohnungen und flexible Lösungen
In beengten Räumen sind klappbetten, Tagessofas oder Betten mit Stauraum sinnvoll. Ein 70 × 140 oder 80 × 160 spart Platz und kann mit Schubladen kombiniert werden. Klapp- oder Wandbetten schaffen tagsüber Fläche für Spielen. Prüfe, ob Matratze und Rahmen für häufiges Umklappen geeignet sind.
Eltern, die häufig mitnächtigen oder Gäste haben
Wenn Eltern öfter im Kinderzimmer übernachten müssen, bieten sich Betten mit Ausziehfunktion an. Ein herausziehbares Gästebett unter dem Kinderbett schafft Platz. Alternativ ist ein festes Einzelbett in 90 × 200 oder 100 × 200 praktischer, wenn das Kind älter wird. Achte auf Matratzenqualität, damit beide bequem schlafen.
Sicherheits- und Matratzenhinweise
Für Babys und Kleinkinder gilt: Matratze soll fest und gut belüftet sein. Für ältere Kinder ist eine mittelharte Matratze oft komfortabel und stützt die Wirbelsäule. Prüf die Höhe des Lattenrosts und die Randstabilität des Bettes. Entscheide dich lieber für eine etwas größere Größe, wenn du unsicher bist. So sparst du dir baldige Neuanschaffungen.
Entscheidungshilfe: Welche Bettgröße oder -art passt?
Wenn mehrere Optionen infrage kommen, helfen klare Leitfragen beim Abwägen. Sie bringen die wichtigsten Aspekte auf den Punkt. Nutze die Antworten, um Grenzen abzustecken und eine konkrete Wahl zu treffen.
Wie schnell wächst mein Kind und wie lange soll das Bett genutzt werden?
Miss die Körpergröße deines Kindes und rechne etwa 20–30 cm dazu. So bleibt Platz für Wachstum. Bei schnellen Wachstumsschüben lohnt sich ein 90 × 200-Bett. Es ist langlebig und vermeidet baldigen Neukauf. Wenn das Bett nur ein paar Jahre dienen soll, sind 70 × 140 oder 80 × 160 sinnvolle Übergangslösungen.
Wie viel Platz ist im Zimmer und welche Möbel sollen bleiben?
Prüfe freie Wandlänge und Gehfläche. In kleinen Räumen sind Etagenbetten, Hochbetten oder Betten mit Schubladen praktisch. Sie sparen Bodenfläche. In größeren Zimmern ist ein breiteres Einzelbett komfortabler. Berücksichtige auch Tür- und Fensteranschlag.
Gibt es besondere Nutzungsanforderungen wie Mitnächtigen oder Teilen des Zimmers?
Wenn Eltern oder Gäste regelmäßig mitübernachten, sollte eine Auszieh- oder Pull-out-Lösung in Betracht kommen. Bei Geschwistern sind Etagenbetten oder zwei schmale Einzelbetten platzsparend. Achte auf stabile Konstruktion und ausreichende Kopffreiheit.
Mögliche Unsicherheiten betreffen Matratzenhärte, Lattenrosthöhe und Randstabilität. Teste Matratzen, wenn möglich. Wähle bei Unklarheit lieber eine etwas größere Standardgröße. Das spart langfristig Zeit und Geld. Entscheide zudem nach Sicherheitskriterien und Komfort, nicht nur nach Preis.
Häufige Fragen zur richtigen Bettgröße
Ab wann braucht mein Kind ein größeres Bett?
Wechsle, wenn das Kind aktiv am Rand liegt oder die Füße hinausragen. Das passiert oft zwischen zwei und vier Jahren beim Übergang vom Gitterbett. Bei schnellen Wachstumsschüben ist früher ein größeres Bett sinnvoll. Achte auf ausreichend Kopf- und Fußfreiheit.
Welche Bettgrößen sind bei Kindern üblich?
Typische Maße für Kleinkinder sind 60 × 120 und 70 × 140. Für Vorschulkinder sind 80 × 160 gängige Zwischenlösungen. Ab Schulalter ist 90 × 200 der Standard. Diese Größe ist langlebig und leicht zu ersetzen.
Wie messe ich richtig, um die passende Größe zu finden?
Miss dein Kind beim Liegen von Kopf bis Fuß. Rechne etwa 20 bis 30 Zentimeter dazu. Miss außerdem die freie Wandlänge und die nutzbare Bodenfläche im Zimmer. So vermeidest du Überraschungen beim Aufstellen.
Welche Matratze passt zur Bettgröße und zum Alter?
Für Babys ist eine feste, gut belüftete Matratze wichtig. Bei älteren Kindern ist eine mittelharte Matratze oft passend. Achte auf passende Abmessungen und Atmungsaktivität. Allergiker sollten auf geeignete Bezüge und Materialien achten.
Lohnt sich ein Umbau- oder Ausziehbett?
Umbau- und Ausziehbetten sparen langfristig Geld und Platz. Sie sind praktisch, wenn du die Nutzung verlängern willst. Prüfe Stabilität und einfache Handhabung. Wenn du unsicher bist, wähle lieber eine etwas größere Standardgröße.
Kauf-Checkliste für das Kinderbett
- Kind vermessen: Miss dein Kind beim Liegen von Kopf bis Fuß. Rechne 20 bis 30 Zentimeter hinzu, damit das Bett nicht zu schnell zu klein wird.
- Raumgröße prüfen: Miss freie Wandlänge und nutzbare Bodenfläche. Berücksichtige Türanschlag, Fenster und noch benötigten Spielraum.
- Nutzungsdauer und Wachstum: Überlege, wie lange das Bett halten soll. Bei längerer Nutzung lohnt sich eine größere Standardgröße statt eines schnellen Neukaufs.
- Sicherheitsanforderungen: Achte auf stabile Konstruktion, keine scharfen Kanten und sichere Verbindungen. Für Kleinkinder sind niedrige Einlagehöhen und Schutzgitter wichtig.
- Matratzenwahl und Komfort: Wähle bei Babys eine feste, gut belüftete Matratze. Für ältere Kinder ist eine mittelharte Matratze meist passend; prüfe Maß und Atmungsaktivität.
- Umbau- und Erweiterungsmöglichkeiten: Prüfe, ob das Bett ausziehbar oder umbaubar ist und ob Ersatzteile verfügbar sind. Flexibilität spart langfristig Geld und Platz.
- Budget und Folgekosten: Kalkuliere Rahmenpreis, Matratze, Lieferung und Montage. Berücksichtige langfristige Kosten für Ersatzmatratzen und mögliche Upgrades.
- Zubehör und Pflege: Denk an passende Bettwäsche, Matratzenschoner und Anti-Rutsch-Füße. Wähle Materialien, die sich leicht reinigen lassen und allergikerfreundlich sind.
Schritt-für-Schritt: Passende Bettgröße ermitteln und Modell wählen
Diese Anleitung führt dich systematisch durch die wichtigen Entscheidungen. Jeder Schritt ist praktisch und auf den Alltag ausgelegt. Folge den Schritten in Ruhe und prüfe die Optionen vor Ort, wenn möglich.
- Miss dein Kind. Lege dein Kind flach auf den Boden und miss von Kopf bis Fuß. Rechne 20 bis 30 Zentimeter dazu. So bleibt Platz für Wachstum und Komfort.
- Vermesse das Zimmer. Miss freie Wandlänge und nutzbare Bodenfläche. Beachte Tür- und Fensteröffnungen sowie Heizkörper. Plane ausreichend Spiel- und Wegefläche ein.
- Bestimme die Nutzungsdauer. Überlege, wie viele Jahre das Bett dienen soll. Willst du einen einmaligen Kauf für die kommenden Jahre, wähle eine größere Standardgröße. Für kurze Übergangszeiten reichen kleinere Kindergrößen.
- Wähle die Bettart. Entscheide zwischen Einzelbett, Etagenbett, Hochbett oder Ausziehbett. Etagen- und Hochbetten sparen Platz. Ausziehbetten sind praktisch bei Mitnächtigen. Wähle nach Platzbedarf und Nutzung.
- Prüfe Sicherheitskriterien. Achte auf stabile Konstruktion und feste Verbindungen. Für Kleinkinder sind niedrige Einlagehöhen und schützende Ränder wichtig. Vermeide große Abstände, in die Hände oder Kopf passen könnten.
- Wähle die Matratze richtig. Für Babys bevorzugst du eine feste, atmungsaktive Matratze. Für ältere Kinder ist eine mittelharte Matratze oft passend. Achte auf passende Maße und aufbezüge, die sich waschen lassen.
- Teste Probeliegen. Besuche ein Geschäft oder bestelle Muster, wenn möglich. Lass das Kind die Matratze ausprobieren. Komfort lässt sich nur so zuverlässig einschätzen.
- Prüfe Umbau- und Ersatzteilmöglichkeiten. Informiere dich, ob das Bett erweiterbar ist oder passende Ersatzteile verfügbar sind. Das verlängert die Nutzungsdauer und spart später Kosten.
- Kalkuliere Budget und Folgekosten. Rechne Rahmenpreis, Matratze, Lieferung und Montage zusammen. Berücksichtige spätere Anschaffungen wie Ersatzmatratze oder anderes Zubehör.
- Plane Lieferung und Montage. Miss Türen und Treppenhaus vor der Bestellung. Kläre, ob Lieferung und Aufbau im Preis enthalten sind. Prüfe Garantie und Rückgabebedingungen.
Hinweise und Warnungen
Achte bei gebrauchten Betten besonders auf fehlende Schrauben und schadstofffreie Oberflächen. Überprüfe regelmäßig Schrauben und Verbindungen. Lass Schutzgitter bei jüngeren Kindern in gutem Zustand montiert. Wenn du unsicher bist, wähle lieber eine etwas größere Standardgröße. So vermeidest du schnellen Ersatzkauf.
Wichtige Warnhinweise und Sicherheitshinweise
Bei Kinderbetten geht es nicht nur um Komfort. Es geht vor allem um Sicherheit. Beachte diese Hinweise, um Unfälle zu vermeiden.
Sturzschutz und Geländer
Warnung: Achte auf ausreichenden Sturzschutz bei Kleinkindern. Geländer müssen fest sitzen und dürfen keine scharfen Kanten haben. Bei Etagenbetten ist das obere Bett nur für Kinder ab etwa sechs Jahren geeignet. Nutze keine provisorischen Verlängerungen, die sich lösen können.
Matratzenhöhe und -festigkeit
Für Babys und Kleinkinder ist eine feste, gut belüftete Matratze wichtig. Eine zu weiche Matratze erhöht das Risiko für Erstickungsgefahr. Stelle die Matratzenauflage so ein, dass das Kind nicht leicht herausklettern kann. Prüfe, ob die Matratze bündig im Rahmen liegt ohne Lücken, in denen Kopf oder Gliedmaßen stecken bleiben können.
Abstand zu Heizkörpern, Fenstern und Kabeln
Platziere das Bett nicht direkt an Heizkörpern oder vor leicht zugänglichen Fenstern. Es drohen Verbrennungen und Zugluft. Achte darauf, dass Jalousie- oder Rollladenseile außer Reichweite sind. Fenstergitter und kindersichere Fenstergriffe reduzieren das Risiko zusätzlich.
Belastungsgrenzen und Nutzung
Beachte die vom Hersteller angegebenen Belastungsgrenzen. Etagen- und Hochbetten brauchen eine besonders stabile Konstruktion. Lass Kinder nicht auf Betten springen oder spielen. Solches Verhalten erhöht das Bruchrisiko.
Regelmäßige Kontrolle
Überprüfe Schrauben, Verbindungen und Lattenrost regelmäßig. Ersetze beschädigte Teile sofort. Bei gebrauchten Betten achte besonders auf fehlende Teile oder verschlissene Oberflächen.
Wichtig: Wenn du unsicher bist, frag den Hersteller oder eine Fachperson. Sicherheit geht vor Optik und Sparsamkeit.
